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Von der Milch zum Mozzarella

Klausur der Landesführung der Südtiroler Bauernjugend (SBJ) - Milchhof Brixen - BRIMI besichtigt und das Konzept für das 50. Jubiläum im nächsten Jahr erarbeitet.

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Bei ihrer diesjährigen Klausur vergangenes Wochenende besuchte die SBJ-Landesführung den Milchhof Brixen – BRIMI und blickte hinter die Kulissen der Mozzarella Produktion. Am zweiten Tag wurde das Konzept für die 50 Jahr-Feier des SBJ Landesverbands im nächsten Jahr erarbeitet. 

Der Milchhof Brixen - BRIMI entstand im Jahr 1969 aus dem Zusammenschluss der Sennereigenossenschaft Schabs und der Sennerei Brixen. Im Jahr 1978 kam dem damaligen Präsidenten der Genossenschaft Wolfgang Heiss und dem Direktor Luis Pichler dann die Idee im Milchhof Brixen Mozzarella zu produzieren. Das war der Beginn des einzigartigen Mozzarellas in Südtirol mit dem unverkennbaren Namen „Brimi“. Heute ist der Milchhof Brixen als einzige Sennerei in Südtirol auf die Produktion von Mozzarella spezialisiert und gleichzeitig auch der 3. größte Mozzarella Produzent in Italien. 

Mozzarella aus 100% Südtiroler Milch

Zu den Mitgliedern des Milchhofs Brixen gehören rund 1250 Bauern, die ihre Milch täglich, also 365 Tage im Jahr, in den Milchhof liefern. „Unsere Mitglieder führen Familienbetriebe mit einer durchschnittlichen Anzahl von acht Kühen“, erklärt Thomas Unterweger, 

Abteilungsleiter der Käserei des Milchhofs Brixen. „Täglich kommen somit in etwa 280.000-290.000 Liter Milch von den Bauernhöfen direkt zu uns.“ 80% der gelieferten Milch wird dann zu Mozzarella weiterverarbeitet. „Das was man in dem Mozzarella schmeckt, ist also 100% Südtiroler Milch, die strengen Qualitätskontrollen unterliegt und deren Geschmack bis zum Fertigprodukt erhalten bleibt.“, so Unterweger.

Ein Produkt – viele Formen

Bei der BRIMI findet jeder Liebhaber den Mozzarella nach seinem Geschmack: ob Classic, light, Fior die Latte, laktosefrei, bio oder mit Heumilch für jeden ist etwas dabei. Auch die Formen unterscheiden sich stark und sind auf die verschiedenen Verwendungszwecke angepasst. Die Produktpalette geht von den klassischen Mozzarellakugeln oder Mozzarelline, bis hin zum Mozzarella in Stangenform oder gewürfelt. Neben dem Mozzarella wird die Rohmilch im Milchhof Brixen auch zu Ricotta, Mascarpone, Butter, Frischmilch und Frischsahne verarbeitet.

In 12 Stunden vom Hof ins Regal

„In den stressigsten Zeiten im Sommer schaffen wir es, dass die Milch vom Hof innerhalb von 12 Stunden als Mozzarella 

verarbeitet im Regal des Lebensmittel- geschäftes landet, da darf sich dann natürlich keiner der verschiedenen Produktionsschritte verzögern.“, erklärt Unterweger. 

„Es war beeindruckend zu sehen, welche Verarbeitungsschritte hinter einer fertigen Packung Mozzarella stecken. Bis das Rohprodukt verarbeitet und verpackt im Regal steht, ist es ein langer Weg.“, meint Wilhelm Haller, SBJ Landesobmann, begeistert. „Wichtig ist jedoch, dass das Ergebnis schmeckt und das hat uns der Milchhof Brixen bei der anschließenden Verkostung unter Beweis gestellt.“, so Haller.

2019 wird der Landesverband 50 Jahre

Am zweiten Tag erarbeitete die Landesführung bei einer gemeinsamen Sitzung das Konzept für das 50 Jährige Jubiläum des Landesverbands der Südtiroler Bauernjugend. „Im nächsten Jahr feiern wir Geburtstag, dafür haben wir uns natürlich etwas Besonderes für unsere Mitglieder ausgedacht. Wir wollen zurückschauen, aber natürlich auch vorausschauen, auf die nächsten gemeinsamen Jahre.“, erklärt Angelika Springeth, SBJ-Landesleiterin. „Mehr wollen wir aber heute noch nicht verraten, also lasst euch überraschen.“, freut sich Springeth.


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