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Tablets gewonnen

Der Blog Blauer Schurz der Bauernjugend will dazu anregen über Landwirtschaft zu diskutieren. Mit dem Projekt „Blauer Schurz OnTour“ ging die Bauernjugend vor allem auf Jugendliche zu, um sie fürs bloggen zu begeistern. Mit Erfolg: 25 Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschulen haben übers Projekt einen Beitrag für die Webseite eingereicht. Die besten Teilnehmer freuten sich über neue Tablets.

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Dass sich die Landwirtschaft auch mal heftiger Kritik stellen muss ist nicht neu. Die Bauernjugend störte es aber vor allem, dass Unwahrheiten allen voran in Online-Medien und sozialen Netzwerken vermehrt weit verbreitet wurden. Andreas Mair, SBJ-Landessekretär: „Dabei konnten wir einfach nicht weiter zuschauen, dagegen mussten wir etwas tun. Dies war die Geburtsstunde des Blogs.“

Dies ist nun über ein Jahr her. Mittlerweile hat sich die Seite www.blauer-schurz.it einen Namen gemacht und zählt über 65.000 Besucher, Tendenz steigend. „Wir sind zufrieden mit den Zugriffen, die Bäuerinnen und Bauern könnten beim Schreiben noch sehr viel mutiger sein. Es braucht mehr Beiträge“, so Angelika Springeth, SBJ-Landesleiterin.

Um auch hierfür etwas zu tun, startete die Bauernjugend das Projekt „Blauer Schurz OnTour“. Daran teilnehmen konnten Schüler der landwirtschaftlichen Fachschulen. „Ziel war es, vor allem junge Leute fürs Bloggen zu begeistern. Ein Projekt, bei dem man auch etwas gewinnen konnte, erschien uns der richtige Weg, denn Begeisterung soll auch belohnt werden.“, so Mair.

Tipps zu Facebook, Twitter & Co.

Die Bauernjugend sollte Recht behalten. Interessierte Gruppen aus den landwirt- schaftlichen Fachschulen konnten sich fürs Projekt im Vorfeld anmelden. Über 70 Schülerinnen und Schüler haben diese Chance genutzt. Bei einem Schulbesuch gab Bernhard Christanell, Redakteur beim Südtiroler Landwirt und verantwortlich für  

dessen Social-Media-Auftritte, den Jugendlichen zunächst einen Einblick in die Welt von Facebook, Twitter & Co. Die Schüler erhielten Tipps worauf sie achten müssen, wenn sie einen Onlinebeitrag oder einen Kommentar verfassen, was erlaubt und was nicht erlaubt ist. Gleichzeitig übten sie an Beispielen wie man ungerechtfertigter Kritik begegnen kann.

Christanell ist begeistert: „Ich war sehr positiv überrascht vom Engagement, dass die Jugendlichen an den Tag legten. Schon an dem einen Vormittag, den ich in den Klassen verbrachte, zeigte sich, dass die jungen Menschen sehr wohl bereit sind, gute Argumente zu sammeln und über Landwirtschaft zu diskutieren.“ Im Anschluss stellten Vertreter der Bauern- jugend dann den Blog und das Projekt vor. Dabei wurden die Jugendlichen in Gruppen eingeteilt, die Themen wurden anschließend ausgelost. „Sie waren bunt gemischt und reichten von Pflanzenschutz, Gülle, den Wert heimischer Produkte bis hin zur Hofübergabe“, erklärt Springeth. „Ob die Jugendlichen das Thema in Form eines klassischen Blogbeitrags, eines Interviews, einer Reportage oder gar einem Video aufarbeiten wollten, konnten sie selbst entscheiden“, so Springeth.

Jugendliche sind sehr medienaffin 

Einige der Gruppen reichten dann sogar ein Video ein. „Spannend!“, findet die SBJ-Landesleiterin und unterstreicht: „Da sieht man wie gut Jugendliche mit neuen Medien umgehen können. Über ein Video auch ernsthafte Inhalte zu transportieren ist schon eine Herausforderung“.

Spannend war es dann auch für die Fachjury, denn sie musste aus den eingereichten Beiträgen eine Gewinner- gruppe auswählen. In der Jury waren neben Bernhard Christanell, Marianne Kasseroler (Redakteurin bei RAI Südtirol), Rosa Asam (Vertreterin der Land-, Forst und Hauswirtschaftlichen Berufs- bildung), Matthias Bertagnolli (Leiter der SBB-Weiterbildungsgenossenschaft) und Klemens Kössler (Landwirt und Blogger).

Die Siegergruppe war schnell gefunden. Sie kommt aus der Fachschule Frankenberg. Lea, Sarah, Sophie, Annalena, Julia und Mara haben mit einem Video zum Thema „Fertiggerichte? Selber kochen ist gesünder“ überzeugt. „Die Schülerinnen haben sich sehr viel Mühe gegeben und das Thema sehr gut aufbereitet. Aber nicht nur das Video selbst hat uns sehr gut gefallen, sondern vor allem auch, wie die Schüler- innen mit den Kommentaren der User umgegangen sind. Kein Kommentar und keine Frage blieb unbeantwortet. Das hat ihnen schlussendlich den Sieg gebracht“, begründet Christanell die Entscheidung der Jury.

Mit einer Überraschungsaktion bei der Schulabschlussfeier wurden die Schülerinnen dann für ihren Einsatz belohnt. Für sie hatte die Bauernjugend nagelneue Tablets im Gepäck. „Online mit Anderen das zu teilen was man denkt und wie man die Dinge sieht, gehört heute einfach dazu. Wir wollen Jugendlichen und Bäuerinnen und Bauern weiter Mut machen, dies als Chance zu sehen“, so Springeth.


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