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Die 9 Anliegen des Südtiroler Jugendrings für die kommende Legislaturperiode des Landtags

Handlungsbedarf sieht der SJR in den Bereichen Partizipation, Wohnen, Raumordnung und Landschaftsschutz, Inklusion, Ehrenamt, Familie, Bildung und Schule, Folgeabschätzung von politischen Entscheidungen sowie Arbeit.

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Der Südtiroler Jugendring (SJR) hat gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen einen „Anliegenkatalog“ für die kommende Legislaturperiode des Südtiroler Landtags mit neun zentralen Anliegen erarbeitet. Vorgestellt wurde dieser heute im Rahmen einer Pressekonferenz. „Handlungsbedarf gibt es unserer Ansicht nach vor allem in diesen neun Bereichen: ‘Jugend-Check‘, Inklusion, Partizipation, Raumordnung und Landschaftsschutz, Ehrenamt, Wohnen, Arbeit, Familie sowie Bildung und Schule“ erklärte Martina De Zordo, SJR-Vorsitzende.

Beim ersten SJR-Anliegen, den sogenannten „Jugend-Check“ auch in Südtirol einzuführen, geht es darum, dass Gesetzesvorhaben vorab auf ihre Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche zu überprüfen sind. „Der ‚Jugend-Check‘ gilt in Österreich schon seit 2013 für neue Gesetze. Angelehnt daran soll auch in Südtirol ein solcher verpflichtend vorgesehen werden, um die Auswirkungen von Gesetzen auf Kinder und junge Erwachsene überprüfen zu können“ fordert Martina De Zordo.

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Inklusion. „Diesbezüglich geht es uns vor allem um drei Dinge: Die Erarbeitung von Integrationskonzepten für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, den Ausbau der Begleitung unbegleiteter 

minderjähriger Flüchtlinge und die Schaffung von genügend Einrichtungen für junge Erwachsene und Jugendliche mit Beeinträchtigungen“ so Vanessa Macchia, die stellvertretende SJR-Vorsitzende.

Großes Anliegen ist nach wie vor die Unterstützung und Förderung von partizipativen Prozessen. Auch im Bereich „Raumordnung und Landschaftsschutz“ setzt der SJR auf Partizipation. „Bei der Erarbeitung von Entwicklungsprogrammen und Durchführungsplänen sind Interessenverbände und die Bevölkerung, besonders auch Jugendliche, einzubeziehen“ fordert Michael Kaun, SJR-Vorstandsmitglied. „Des Weiteren bedarf es qualitativ hochwertiger und bedarfsgerechter Spielplätze und Freiräume, und es ist darauf zu achten, dass Fuß- und Radwege einen sicheren Weg in den Kindergarten und die Schule ermöglichen“ erklärte Kaun weitere Anliegen im Bereich der Raumordnung und des Landschaftsschutzes.

Wichtig sind dem SJR zudem der Erhalt und der Ausbau des Ehrenamts, weshalb u.a. mehr Planungssicherheit für Vereine gefordert wird.

Die Anliegen im Bereich „Wohnen“ und „Arbeit“ stellte Tanja Rainer, SJR-Vorstandsmitglied, vor. „Es geht darum, junge Menschen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit 

zu unterstützen – und dafür muss diesen leistbares Wohnen ermöglicht werden“ so Rainer. Dem SJR geht es darum, Maßnahmen zu finden, wie die Kosten für Miete, Kauf, Bau und Sanierung gesenkt werden können. Auch neue Wohnmodelle wie WGs, Jugendhäuser, Mehrgenerationenhäuser usw. sollen entsprechend berücksichtigt werden. „Was das Thema ‚Arbeit‘ betrifft, so sollte dieses verstärkt auch zu einem Thema der jungen Menschen gemacht werden – auch über den Weg der Schule“ erklärte Rainer. Des Weiteren sei die unbefristete Anstellung von jungen Menschen stärker zu fördern. Rainer erinnerte auch einmal mehr daran, dass es eine zentrale „Online-Plattform“, die jungen Menschen jugendgerecht Informationen zu Stellenangeboten und rechtliche Informationen zum Thema „Arbeit“ bietet, brauche.

Katharina Van Rossem, SJR-Vorstandsmitglied, ging auf die Anliegen im Bereich „Familie“ und „Bildung und Schule“ ein. So fordert der SJR u.a. eine echte Wahlfreiheit in Bezug auf die Kindererziehung wie auch die Schaffung von familienfreundlichen Arbeitsplätzen.

Über das weitere Vorgehen informierte Kevin Hofer, SJR-Geschäftsführer: „Der SJR-Anliegen-Katalog wird nun allen Parteien übermittelt und nach der Wahl werden wir hierüber Gespräche führen“.


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