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Bauern geben Sicherheit

Toni Riegler, Obmann von Bioland Südtirol und Präsident der Federazione Nazionale del Prodotto biologico, war zu Gast bei der Landesleitungssitzung der Südtiroler Bauernjugend und hat seine Tätigkeiten bei der FNP und bei Bioland vorgestellt.

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„Die Menschen fühlen sich aufgrund des Krieges in der Ukraine nicht mehr sicher, vor allem was die Grundversorgung betrifft“, erklärt Toni Riegler bei der Sitzung der Landesleitung „wir Bauern in Südtirol können ihnen Sicherheit geben, weil wir lebenswichtige Lebensmittel herstellen, deshalb müssen wir, was unsere Produkte betrifft, selbstbewusst auftreten.“
Die SBJ-Landesleitung lädt zu ihren Sitzungen immer wieder verschiedene Gäste ein, um aus erster Hand Informationen zu erhalten, zu diskutieren und den gegenseitigen Austausch und Kontakt zu festigen. Bei der Sitzung im März war Toni Riegler, Präsident der Federazione Nazionale del Prodotto biologico und Obmann von Bioland Südtirol, zu Gast. Er hat zu Beginn der Sitzung erklärt, wie der Verband Bioland aufgebaut ist und dass es ihn in Südtirol seit dem Jahr 1991 gibt. Zudem hat er von den verschiedenen Fachgruppen erzählt, die von Obstbau, Weinbau, Viehwirtschaft bis Imkerei, Beerenabau, Ackerbau und Anderen reichen. In der Federazione Nazionale del Prodotto biologico (FNP), welche eine Organisation der Confagricoltura ist, ist er seit einem Jahr Präsident. Jede Region Italiens stellt für diese FNP einen Biovertreter.

Gemeinsame Ziele verbinden uns!
In den letzten Jahren hat sich bei Bioland einiges getan: Es wurde „Bio Alto“ gegründet, womit der Verband biozertifizierte Ware aus Südtirol wieder zurück in den Lebensmitteleinzelhandel bringen und so die kleinstrukturierte Landwirtschaft stärken will. Heuer im Jänner wurde ein neues Projekt „Bio – Fair – Südtirol“ gestartet, dabei geht es darum die Südtiroler Bioprodukte in die Gastronomie zu bringen. Der Kunde soll in der Speisekarte sehen, dass die verschiedenen Gerichte mit Bio-Zutaten zubereitet werden. Diese Ziele decken sich auch mit jenen der Südtiroler Bauernjugend, den Konsument dafür zu sensibilisieren, dass er darauf achtet regionale Produkte zu kaufen.

Wertvolle Produkte angebaut
„Wer eine Vision hat und etwas Neues anbauen möchte, soll offen sein, seine Idee verteidigen und sich den Diskussionen stellen“, so Riegler „Viele Pioniere mussten sich zu Beginn anhören, dass ihre Idee nicht funktionieren wird und doch wurden sie vom Gegenteil überzeugt.“
Auch die große Frage, ob man als Landwirt für sein Produkt einen angemessenen Preis erzielen kann, hat Toni angesprochen. Das Prinzip von Bioland ist es im Kreislauf zu arbeiten. Dabei geht es darum Düngerkreisläufe zu schaffen und in der Viehwirtschaft mit wenig Kraftfutter auszukommen, da dieses, in Zeiten wie diesen, sehr teuer ist.
Die Lebensmittel haben einen großen Wert und die Landwirte müssen wissen, was die Produktion kostet, wie viel Arbeit dahintersteckt und zu den Preisen stehen, zu denen sie dieses wertvolle Produkt verkaufen. Dabei ist es wichtig, dieses Argument selbstbewusst vorzubringen, wenn es um die Preisfrage geht, denn faire Entlohnung soll auch in der Landwirtschaft möglich sein. „In Zeiten wie diesen kann ein Umdenken stattfinden, nun müssen wir die Marke positionieren,“ betont Toni Riegler abschließend.

 

 


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