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Bauernjugend pilgert in die Stadt der 1000 Kirchen

Von 29. bis 30. November fuhr die Landesführung der Südtiroler Bauernjugend nach Rom, um sich mit Senator Meinhard Durnwalder zu treffen und den Senat zu besichtigen.

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Gleich nach der Ankunft in Rom erwartete die Mitglieder der Landesführung eine Führung durch den „Palazzo Madama“, der heute Sitz des römischen Senats ist. Nachdem der Gruppe im Innenhof die lange Geschichte des Senats erklärt wurde, begann die Führung durch die prunkvollen Säle des Gebäudes.

Einblick in den Senat

Die Landesführung staunte nicht schlecht über die goldenen Decken, die riesigen Kronleuchter und die großen Wandgemälde des Historismus über den römischen Senat.
Das ehemalige Präsidentenzimmer, das heute den Senatoren als Studierzimmer zur Recherche dient, ist wohl einer der schönsten Räume des Senats. Das berühmteste Fresko im Gebäude ist in diesem Saal, es zeigt Ciceros Anklage gegen Catilina, gemalt von Cesare Maccari aus dem Jahre 1888.

Wichtige Gespräche mit Senator Meinhard Durnwalder

Senator Meinhard Durnwalder erklärte beim darauffolgenden Austausch, wie wichtig es sei, dass sich junge Menschen für den Senat und für die Abgeordnetenkammer aufstellen

lassen und wie er es schafft, sich für Südtirol Gehör zu verschaffen: „Den meisten Menschen ist die Politik auf Landesebene und Gemeindeebene wichtig, was in Rom passiert, scheint weit entfernt. Aber man darf nicht vergessen, dass in Rom die Weichen für die Landesgesetze gestellt werden, welche das Land Südtirol dann anpasst. Südtirol muss in Rom vertreten sein und entgegen vieler Meinungen werden junge Menschen gerne angehört.“
Beim Austausch kamen unter anderem das Haushaltsgesetz und die Junglandwirteförderung, mit der sich die Südtiroler Bauernjugend eingehend beschäftigt, zur Sprache. Auch die Reform des „Terzo Settore“ wurde thematisiert, von der auch die Südtiroler Bauernjugend betroffen ist. Senator Durnwalder wird sich in diesem Bereich für die Bauernjugend einsetzen und hofft, dass die Abstimmung zu ihren Gunsten ausfällt.
„Sehr viele Bestimmungen, die auch uns unmittelbar betreffen, kommen aus Rom. Es war uns deshalb sehr wichtig, mit Senator Meinhard Durnwalder über unsere Anliegen sprechen zu können“, erklärt Raffael Peer, SBJ-Landesobmann.

Interessante Fakten über den Vatikan

Der darauffolgende Tag begann mit der Fahrt zum Vatikan. Dort führte der Kastelruther Fabian Tirler, der zurzeit Theologie in Rom studiert, die Mitglieder der SBJ-Landesführung durch den Petersdom. „Der Vatikan ist auf dem Grab des heiligen Petrus erbaut worden, dafür gibt es viele Beweise. Man hat in den Grotten unter dem Dom ein Grab gefunden mit einer Inschrift darauf, die vermuten lässt, dass dies tatsächlich so gewesen ist.“

Der Hauptaltar des Domes befindet sich im Westen genau auf dem Grab des heiligen Petrus. Um den riesigen Dom zu bauen, hat man damals 120 Jahre gebraucht. Fabian erzählte der Landesführung auch über die heilige Pforte, die nur in den heiligen Jahren geöffnet wird: „Als ich im Jahr 2016 hier war, habe ich gesehen, wie sie gerade zugemauert wurde.“
Nach dem Mittagessen machte die Gruppe noch eine Runde durch die Stadt der vielen Sehenswürdigkeiten und fuhr am Nachmittag wieder nach Südtirol zurück.

 

 


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