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Eine Herz-Jesu-Bezirksjungbauernkapelle für die Ewigkeit

Endlich war es so weit: Am Sonntag, 20. September konnte die fertige Herz-Jesu-Bezirksjungbauernkapelle am Rauschbrunnen oberhalb von Innsbruck gesegnet werden. Der Bezirk Eisacktal der Südtiroler Bauernjugend (SBJ) war mit dabei.

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Mit Stolz präsentiert der Bezirk Innsbruck der Tiroler Jungbauernschaft Landjugend (TJBLJ) die vollendete Kapelle. In Anwesenheit von Politik und hoher Geistlichkeit wurde die Kapelle bei einer feierlichen Zeremonie gesegnet.

Segnung durch den Bischof

Der Bischof von Innsbruck Hermann Glettler ließ es sich nicht nehmen, die Herz-Jesu-Bezirksjungbauernkapelle selbst zu segnen und mit den anwesenden Festgästen die Heilige Messe zu feiern. Gleich zu Beginn wurde die Glocke für die Kapelle geweiht, die Monika Unterholzner von der Firma Graßmayr gestiftet hat. Bischof Hermann betonte in seiner Predigt, wie wichtig es ist, dass sich junge Menschen für die Gemeinschaft engagieren und bedankte sich bei der Jungbauernschaft/Landjugend Bezirk Innsbruck für die Durchführung dieses Projektes: „Diese Kapelle wird vielen Menschen eine große Freude bereiten“, zeigte sich der Bischof von Innsbruck überzeugt.

Von der Idee zum Ergebnis

Eine traurige Statistik liegt dem Projekt Bezirksjungbauernkapelle zu Grunde: Im Schnitt stirbt ein Mitglied der TJBLJ pro Jahr. Als Reaktion auf diese traurige Wahrheit hat der Bezirksausschuss 2014 die Idee entwickelt, zusammen mit allen Mitgliedern

des Bezirks eine Kapelle als bleibendes Andenken für alle verstorbenen Mitglieder zu errichten. Im August 2019 wurde mit dem Bau begonnen und ein gutes Jahr später wurde die Kapelle fertiggestellt. Beim Bau halfen alle 64 Ortsgruppen des Bezirkes mit. Auch der SBJ-Bezirk Eisacktal unterstützte den Partnerbezirk an einem Tag. Der Bezirksobmann Alex Perathoner gratuliert dem Bezirk Innsbruck zum gelungenen Herzensprojekt: „Wir sind begeistert vom Ergebnis und zugleich sind wir stolz darauf unseren Freunden beim Bau der Kapelle geholfen zu haben.“ Als kleines Zeichen hat der Bezirk Eisacktal einen Bilderrahmen für die Kapelle und einen Apfelbaum mitgebracht, der in der Nähe der Kapelle eingepflanzt werden kann.

Was Symbolisiert die Kapelle?

Die Lärchenschindeln – mit denen die gesamte Kapelle verkleidet ist – bilden eine perfekte Hülle. Das Lärchenholz steht für die Langlebigkeit. Der Eingang bildet eine Durchbrechung der gleichmäßigen Form. Er ist zum einen Symbol der Wunde, welche entsteht, wenn ein geliebter Mensch verstirbt, zum anderen stellt der Eingang die Wunde des Herz Jesu dar, der den Zugang zu einer Gemeinschaft gibt. Die Südseite ist eine Fensterfront mit atemberaubendem Ausblick über Innsbruck. Die Innenausstattung ist sehr schlicht gehalten mit einem

Christus Bildnis und einfachen Sitzgelegenheiten aus Zirbenholz.

Liebevolles Gedenken

Die Herz-Jesu-Bezirksjungbauernkapelle ist allen verstorbenen Mitgliedern der TJBLJ vom Bezirk Innsbruck gewidmet, so wurden ihre Namen in den Fürbitten verlesen und ihnen in Dankbarkeit und Liebe gedacht. Um ihnen einen Platz zu geben, steht in der Kapelle nun ein Buch indem alle Ortsgruppen eine Seite für ihre Verstorbenen gestaltet haben. „Diese Kapelle ist ein Ort des Gedenkens und der Trauer, aber auch der dankbaren Erinnerung, die Gotteserfahrung soll in diesem Dazwischen stattfinden. Wir sind überzeugt, dass der Glaube in schmerzlichen Situationen helfen kann, deswegen war es uns wichtig, einen Ort dafür zu schaffen“, erklärt Bezirksobmann Martin Mayr die Intention für den Kapellenbau.

Vergelts Gott

Ein besonderes Anliegen der Bezirksobleute war es, sich bei allen Helferinnen und Helfern für ihre vielfältige Unterstützung zu bedanken: „Es ist schön zu wissen, dass sich so viele für dieses Projekt eingesetzt haben, jedem Helfer und jeder Helferin möchten wir von Herzen Vergelts Gott für ihre tatkräftige Unterstützung sagen, allen voran natürlich unseren Ortsgruppen und Gebieten! Ihr seid spitze.“

 


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