nach oben

Geschichten, Menschen, unsere Welt. WELLI - Das junge Online-Magazin der Südtiroler Bauernjugend. Entdecke das, was in uns steckt.

Landwirtschaft Freizeit und Weiterbildung Service Spezial

Jungbauern aus Süd- und Nordtirol bauen Kapelle

Mit mühevoller Handarbeit erbaut die Jungbauernschaft/Landjugend (JB/LJ) Bezirk Innsbruck Stadt und Land eine Kapelle in Innsbruck. Der Bezirk Eisacktal der Südtiroler Bauernjugend (SBJ) war an einem Tag mit vollem Einsatz dabei.

01_Foto_2.jpg

Die Kapelle entsteht direkt im Herzen des Bezirks Innsbruck Stadt und Land, am Rauschbrunnen oberhalb von Innsbruck. „Der Grund des Kapellenbaus sind die leider viel zu früh verstorbenen Mitglieder der JB/LJ Bezirk Innsbruck Stadt/Land. Dem Vorhaben liegt eine traurige Statistik zugrunde: jedes Jahr verstirbt mindestens ein Mitglied der größten Jugendorganisation. Um den meist tragisch Verstorbenen einen Platz zu geben und einen Ort der Erinnerung und des Gedenkens zu schaffen, wurde die Idee der Herz-Jesu- Bezirksjungbauernkapelle entwickelt“, erklärt Bezirksleiter Martin Mayr.

Ortsgruppen unterstützen das Projekt

Die Besonderheit des Projektes besteht vor allem darin, dass von der Idee bis zur Umsetzung, alle 5.000 Mitglieder des Bezirkes involviert werden: „In mehreren Sitzungen wurden die Mitglieder aus allen Ortsgruppen eingeladen, sich aktiv an der Gestaltung und Planung der Kapelle zu beteiligen. Es wurde viel Zeit und Herzblut von den jungen Menschen an den Tag gelegt und viele tolle Ideen mit Symbolik gesammelt. Zusammen mit Architekt DI Walter Klasz wurde anschließend ein Modell für unsere Kapelle geschaffen”, betont die Bezirksleiterin Kathrin Mayr. Seit dem 11. September 2019 arbeiten die

 

Jungbauern am Bau der Herz-Jesu-Bezirksjungbauernkapelle. Auf der Kapellenbaustelle oberhalb von Innsbruck ist seitdem schon viel passiert. Auch der SBJ-Bezirk Eisacktal half beim Kapellenbau an einem Tag mit.

Viele Hände machen der Arbeit ein Ende

Am Samstag, 27. Juni startete der SBJ-Bezirk Eisacktal mit 18 fleißigen Händen nach Innsbruck. Es wurde Zement und Wasser vermischt, die betonierten Wände ausgeschalt und neue Mauern aufgestellt. Weil man nur bis zum Gasthaus mit dem Auto fahren kann, mussten Ziegel, Zement und Wasser per Hand bis zum Bau transportiert werden. Die Rollierung liegt nun bereit und der Dachstuhl kann angebracht werden.

„Auch das Fundament wurde damals mit der Hand ausgehoben, da ein Bagger den schmalen Weg zum Platz der Kapelle nicht geschafft hätte. Gebietsweise rückten die Mitglieder mit Schaufel, Pickel und Schubkarren an und gruben kräftig los“, erzählen die Bezirks-Obleute.

Gemeinsam ans Ziel

„Wichtig für uns war, Moderne und Tradition zu verbinden und ein Konzept zu kreieren, indem sich möglichst viele Mitglieder wiederfinden und identifizieren können.

Außerdem wurde die Kapelle so geplant, dass sie von allen Ortsgruppen in Gemeinschaftsarbeit errichtet werden kann“, betont Bezirksleiterin Kathrin Mayr. Es gibt noch viel zu tun, aber wir sind voll motiviert!“, ergänzt Bezirksobmann Martin Mayr.

Jahrelange Freundschaft

Den SBJ-Bezirk Eisacktal und die TJB/LJ Bezirk Innsbruck Stadt/Land verbindet eine jahrelange Freundschaft. Über Facebook haben die Nachbarn aus Österreich vor einigen Jahren Kontakt aufgenommen. Damals lud der Bezirk Eisacktal den Bezirk Innsbruck zu einem Ausflug nach Südtirol ein, es wurden Betriebe besichtigt und gemeinsam diskutiert und gelacht. Seitdem treffen sich die beiden Bezirke mehrmals jährlich zu Sitzungen, bei denen gemeinsame Anliegen besprochen werden, zu Ausflügen, bei denen landwirtschaftliche Betrieb besichtigt werden, oder wie kürzlich, um Projekte zu unterstützen. „Das Kapellenprojekt hat uns der Bezirk Innsbruck schon vor zwei Jahren vorgestellt. Wir waren begeistert von der Motivation und uns war klar, dass wir unsere Freunde beim Bau unterstützen wollen. Der Tag am Bau war eine tolle Erfahrung und der Zusammenhalt unter den Bezirken wurde gestärkt“, betont Alex Perathoner, SBJ Bezirksobmann.


Weiterempfehlen | Drucken