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SBJ-Funktionäre kandidieren für Gemeinderatswahlen

Menschen, die bereits in jungen Jahren im Gemeinderat mitarbeiten können, übernehmen auch im späteren Leben Verantwortung im Dorf. Ein Mehrwert für Alle.

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In Völs kandidiert Martina Mayr zum ersten Mal für den Gemeinderat. Wenn sie an die Arbeit in der Gemeinde denkt, hat die Völser Aichnerin bereits klare Vorstellungen: „Ich möchte die Möglichkeit nutzen, über die Zukunft unseres Dorfes aktiv mitzuentscheiden und die Anliegen der Bevölkerung, ob jung oder alt, im Gemeinderat vorbringen.“ Die 23-jährige spürt die Verantwortung sich für ihre Gemeinde einsetzen zu wollen. Damit ist sie nicht allein. Auch David Laner aus Mölten möchte sich einbringen.

Jugend spürt Verantwortung

David kandiert bereits zum zweiten Mal. Bei verschiedenen Projekten, welche noch in Planung oder bereits in Ausführung sind, möchte er noch ein Stück weit dabei sein: „Politik hat mich schon immer gereizt und das möchte ich auch der Jugend von Mölten vermitteln.“ Der 27-Jährige findet es enorm wichtig, dass sich junge Leute für die Gemeinde einsetzen: „Vor fünf Jahren war ich einer der jüngsten Gemeinderäte im Land, umso mehr erfreut bin ich, dass wir für die heurigen Gemeinderatswahlen in Mölten von sieben Kandidaten, welche

die Sparte der unter 30- Jährigen vertreten, unterstützt werden.“

Auch in Völs kandidieren mehrere junge Gemeinderäte aus verschiedenen Sparten. Martina Mayr erwartet sich, dass diese einen frischen Wind in die Gemeindepolitik bringen und so auch neue Standpunkte im Gemeinderat vertreten und Themen angesprochen werden.

Dieses Verantwortungsbewusstsein für das eigene Dorf wächst zu einem großen Teil auch aus dem Ehrenamt. In Vereinen lernen Jugendliche an gemeinsamen Zielen zu arbeiten. Der Junglandwirt aus Mölten war sechs Jahre lang Obmann der Bauernjugend Mölten und Mayr ist seit 2017 Stellvertreterin der Bezirksleiterin des Bezirks Bozen. Beide wissen, wie wichtig das Vereinsleben für ein Dorf ist.

Neue Wege gehen

Wichtig für eine Gemeinde ist auch, dass sie den Mut hat, neue Wege zu gehen. „Wir Jugendliche sind die Zukunft, deshalb sollten wir mitreden und mitgestalten können. Es nutzt nichts, wenn wir uns über

die Entscheidungen der Älteren aufregen, da diese nicht unseren Vorstellungen entsprechen, aber uns nicht aktiv einsetzen“, ist sich Mayr sicher.

Mutig, engagiert und praxisorientiert

Menschen, die bereits in jungen Jahren im Gemeinderat mitarbeiten können, übernehmen auch im späteren Leben Verantwortung im Dorf. Angelika Springeth, SBJ-Landesleiterin betont: „Nur wer sich in seinem Dorf zu Hause fühlt, bleibt. Der Wunsch sein Lebensumfeld mitgestalten zu können, spielt hier eine zentrale Rolle.“

Die Bauernjugend weiß auch: Wer einmal weg ist, kehrt in den seltensten Fällen in die Gemeinde zurück. Auch deshalb ist es so wichtig, den Mut der Jugend bei den Gemeinderatswahlen zu honorieren und ihnen einen Vertrauensvorschuss zu geben.

„Unsere jungen bäuerlichen Kandidaten sind mutig, engagiert und denken praxisorientiert. Wer sie unterstützt, hat verlässliche Ansprechpartner im Dorf“, ist Wilhelm Haller, Landesobmann der Bauernjugend überzeugt.

 


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