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Treffen der Jungbauern in Innsbruck

Die Landesführung der Südtiroler Bauernjugend traf sich Ende September zu einem spannenden Austausch mit der Tiroler Jungbauerschaft/Landjugend in Innsbruck.

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 Beim gemeinsamen Treffen wurden wichtige verbandsübergreifende Themen besprochen. Auf dem Programm standen auch die Besichtigung des Brennerbasistunnels bei Ahrental und der Besuch eines Betriebes mit Saiblingszucht in Natters.  

Längste unterirdische Eisenbahnverbindung

In 25 Minuten von Franzensfeste bis nach Innsbruck, das soll ab 2025 mit der Eröffnung des 64 km langen Brennerbasistunnels (BBT) möglich sein. Die Jungbauern haben sich die Baustelle bei ihrem Besuch genauer angesehen. Unter dem Brennerpass entsteht mit dem Bau des Tunnels gerade die derzeit längste unterirdische Eisenbahnverbindung zum Personen – und Güterverkehr der Welt. Der Eisenbahntunnel besteht aus zwei, acht Meter breiten Haupttunnelröhren. Die Röhren verlaufen in einem Abstand von 40 – 70 m und liegen am Brennerpass auf einer Meereshöhe von 790 m.

Eine Besonderheit des BBTs ist der durchgehende Erkundungsstollen. Dieser liegt zwischen den beiden Haupttunnelröhren. Der Erkundungsstollen soll Aufschluss über die Beschaffenheit des Gebirges geben und dadurch Baukosten und -zeiten minimieren. Sobald der BBT in Betrieb ist, wird er eine wichtige Rolle für die Entwässerung spielen. 

Auch für die Sicherheit muss bei einem Tunnel mit so einer Länge gesorgt werden. Alle 333 m verbindet ein Querschlag die beiden Hauptröhren miteinander, welcher in Notsituationen als Fluchtweg dient. Zusätzlich ist der BBT mit drei Nothaltestellen ausgestattet. 

Frischgenuss: Frischer Fisch vom Hof

Am Nachmittag ging es mit der Besichtigung des Betriebes von Anton Steixner weiter. Der Schöberlhof liegt in Natters bei Innsbruck und wird vom Betriebsinhaber, seiner Frau und deren drei

Töchter bewirtschaftet. 15 Milchkühe finden Platz am Schöberlhof. Seit Generationen steht Tiroler Braunvieh im Stall. Doch die junge zukünftige Hofübernehmerin Sophia hat sich ins Fleckvieh verliebt und so liefern jetzt zwei verschiedene Rassen die Milch. Doch die Besonderheit des Hofes ist die eigene Saiblingszucht. Es werden Saiblingsbrütlinge angekauft und bis zum Erreichen des erwünschten Gewichts gehalten. Anschließend werden die Fische unter dem Namen „Frischgenuss“ vermarktet. 

Einige Faktoren sprechen für die Aufzucht von Saiblingen am Schöberlhof: Ein vorhandenes Wassernutzungsrecht mit bestem quellfrischem Wasser, ein kleiner vorhandener Fischteich mit Fischerhäusl und die Liebe zur Produktion von besonderen, wertvollen und natürlichen Lebensmitteln. „Wir wollen kein schnelles Lebensmittel erzeugen, sondern ein Genussmittel“ erklärt der Betriebsinhaber.


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