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Vierländertreffen online abgehalten

Die Landesführung der Südtiroler Bauernjugend tauscht sich mit Vertretern der Jungbauern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zu aktuellen Themen der Landwirtschaft aus.

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Einmal jährlich findet ein zweitätiges Treffen der Jungbauern aus Südtirol, Österreich, Deutschland und der Schweiz statt, bei dem über agrarpolitische Themen gesprochen und ein Blick auf die Landwirtschaft vor Ort geworfen wird. Heuer musste das geplante Treffen in der Schweiz aufgrund des Corona-Virus ausgesetzt werden. So hielten die Jungbauern eine virtuelle Sitzung ab.

Wolf ist fortwährendes Problem

Wie bereits bei den letzten Treffen wurde auch dieses Mal klar, dass es einige Themen gibt, die der Landwirtschaft länderübergreifend Probleme bereiten. So ein Thema ist der Wolf. Die Ausbreitung des Wolfes im Alpenraum nimmt eine immer größer werdende Gefahr für die Berglandwirtschaft an. Die Diskussion zu Entnahmen waren bisher nicht zielführend und Herdenschutzmaßnahmen liefern keine Ergebnisse. Inzwischen ist es so weit

gekommen, dass einige Tiere nicht mehr auf die Alm getrieben werden. Die Jungbauern wünschen sich eine zeitnahe Lösung zum Wohl ihrer Tiere, doch zurzeit ist diese, trotz mehrerer Bemühungen, auf politischer Ebene noch nicht in Sicht.

Regionalität auf den Vormarsch

Auch die Themen Tierwohl, Biodiversität und Pflanzenschutz werden von der Bevölkerung fortwährend aufgeworfen. Bei diesen Diskussionen beobachten die Jungbauern jedoch, dass zwar die Ansprüche der Kunden steigen, diese sich jedoch nicht auf ihren Geldbeutel auswirken sollen.

Ein positiver Trend hat sich durch das Corona-Virus jedoch in Sachen Regionalität gezeigt. In allen vier Ländern hat das Bewusstsein für regionale Produkte an Bedeutung gewonnen. Die Jungbauern fanden hierbei

eine einfache Erklärung: Die zusätzliche Zeit, die durch den Lockdown zur Verfügung stand, hat die Bevölkerung dazu genutzt, sich gesund zu ernähren und sich mehr mit Lebensmitteln zu beschäftigen. Einen Beweis für ihre These sehen sie auch darin, dass der Trend wieder rückläufig und die Nachfrage wieder gesunken ist. Hier möchten die Jungbauern ansetzen und diese erhaltene Wertschätzung für regionale Produkte für sich nutzen und weiter stärken.

„Der Austausch war wieder eine gute Gelegenheit, von der aktuellen Situation der anderen Länder zu erfahren und von ihren Ideen und Inputs zu hören. Ich hoffe, dass das Treffen in nächsten November wieder in gewohnter Form stattfinden kann und wir uns in der Schweiz an einem Tisch zusammensetzen können“, erklärt Angelika Springeth, Landesleiterin der Südtiroler Bauernjugend.

 


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