Raffael Peer erzählt...

Im Frühjahr 2021 erhielt die Südtiroler Bauernjugend gemeinsam mit dem Südtiroler Bauernbund und dem Bäuerlichen Notstandsfond eine Erbschaft aus Deutschland. Gerhard Metzger ein fast 100-jähriger deutscher Bürger vererbte uns seinen gesamten Besitz. Der Wunsch von Herrn Metzger war es, dass sein Erbe den Bergbauern und der Förderung der deutschen Sprache sowie der Weitergabe des Brauchtums zugutekommt. Wir als Südtiroler Bauernjugend haben uns in letzter Zeit viele Gedanken gemacht, wie wir dieses Erbe sinnvoll und im Sinne des Erblassers einsetzen können. Ziel der Erbschaft soll es sein, Projekte zu fördern, welche zum Erhalt der Landwirtschaft im Berggebiet beitragen. Wir möchten helfen Ideen zu verwirklichen, welche altes Handwerk und Geräte aus dem bäuerlichen Leben lebendig halten und die Nutzung anderen Menschen und neuen Generationen, die nicht aus der Landwirtschaft kommen näherbringt. Projekte wie z.B. gemeinsam mit Schulkindern einen Gemüsegarten zu erstellen oder landwirtschaftliche Produkte zu veredeln können das Verständnis für die Landwirtschaft steigern. So wird die Arbeit der Bauern auf den Höfen wieder mehr wertgeschätzt. Desweiteren können auch soziale Projekte eingereicht werden. Schließlich ist der Bauernhof ein Ort, wo es jeden braucht und jeder seinen Platz findet. Hier kann es von einer Erlebnisschule am Bauernhof bis zur Unterstützung von Altenpflege am Hof gehen. 
Wir sind schon gespannt auf eure Projekte.

So funktionierts...

Was kann eingereicht werden?

Beispiele

Die nicht bäuerliche Bevölkerung für die landwirtschaftlichen Themen sensibilisieren und auf die Wichtigkeit der Landwirtschaft hinweisen. 

  • Brotfest wo man Leuten den Weg vom Weizen bis zum Brot zeigt
  • Ortsgruppe trifft sich, um Neophyten auszureisen oder Wege zu reparieren
  • Gruppe, die alte Sorten gemeinsam mit Schule anbaut und Schüler dürfen mithelfen bei Saat, Ernte und Verarbeitung (z. B. Mehl malen usw.) Mehrwert: Kinder lernen, wie Lebensmittel hergestellt werden
  • Olivenprojekt: Alle die auch nur einen Baum im Garten haben, bekommen am Ende ihr Olivenöl; Mehrwert: Landwirtschaft der Bevölkerung näherbringen

 Restaurierung und Renovierung von bäuerlichem Eigentum

  • Projekte, wo Restaurierungen von bäuerlichem Erbe gemacht werden (Zäunungen, Mühle, Kapelle usw.) Wenn man danach alles auch bei einem Event zeigt, hat man größere Chancen auf den Gewinn.
  • Das Sägewerk wird von einer Ortsgruppe oder mehreren Landwirten restauriert, danach kann jeder kommen und sein Holz schneiden

 Erhalt von bäuerlicher Tradition und Brauchtum

  • Weitergabe von bäuerlichem Handwerk (Körbe flechten, Zäunen, Potschn filzen)
  • Mähen mit der Sense zeigen
  • Kapelle bauen

Soziale Projekte in der Landwirtschaft und am Hof

  •  Schule, Altenpflege am Bauernhof
  • Hof barrierefrei machen (für Altenpflege am Hof)
  • Bäuerliche Betriebe oder Ortsgruppen schließen sich zusammen und setzen ein soziales Projekt um
  • Sensibilisierungskampagnen: Arbeitssicherheit, Produktaktionen usw.

Beim Einsenden dürfen auch Bilder und Videos beigelegt werden.

Teilnahmeberechtigung

Alle Landwirte sowie bäuerliche Organisationen (Ortsgruppen und Bezirke der Südtiroler Bauernjugend, Bäuerinnen, Senioren im SBB und Bauernbund) können Projekte einreichen. Auch ein Zusammenschluss verschiedener Landwirte und Landwirtinnen darf ein Gemeinschaftsprojekt einreichen.

 

Auswahl

Das Geld soll für die Umsetzung verwendet werden, prämiert wird die beste Idee. Dafür muss vorab ein Finanzierungsplan abgegeben werden, dieser wird kontrolliert und das Geld wird ausbezahlt. Es stehen bis zu 10.000 € zur Verfügung, falls für das Projekt nicht 10.000 € benötigt werden, werden weniger ausbezahlt. Nach Einsendeschluss trifft sich eine Jury, um das Gewinnerprojekt auszuwählen.

 

Prämierung

Jedes Jahr bei der Mitgliederversammlung wird in einer Zeit von 8 Minuten die Prämierung gemacht. Präsentiert wird immer das fertige Projekt, das ausgesuchte wird nicht vorgestellt. Die erste Preisübergabe findet am 16. März 2025 bei der Mitgliederversammlung statt.

 

Umsetzung

Der oder Diejenigen die den Zuschlag erhalten, haben ein Jahr Zeit das Projekt umzusetzen. Dieses wird dann der Vollversammlung im folgenden Jahr vorgestellt. Es ist egal ob eine Einzelperson oder Gruppe oder auch ein Verein sich mit einem Projekt beteiligt. Der ausbezahlte Beitrag hängt von der Größe und vom Aufwand des Projektes ab, es können max. bis zu 10.000 € an Förderbeitrag ausbezahlt werden. 

Bei Fragen meldet euch im Landessekretariat der Südtiroler Bauernjugend unter 0471 999401 oder bauernjugend@sbb.it

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